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Das erste Gerätehaus von 1861 (vorne) und der Nachfolger von 1909 an der Dorfstraße.
Die Gründungsurkunde
Präsentation der neuen Handdruckspritze.
Das erste Gruppenfoto
Das neue Gerätehaus am Bast, in Eigenleistung durch die Mitglieder der Feuerwehr erbaut. Einweihung 1982

Der Brandschutz in der Ortschaft Fissau und Sibbersdorf wurde bis zum Jahr 1909 durch die im Jahr 1861 beschlossene Feuerspritzenordnung geregelt, nach der die Dorfbewohner ihren Anteil zum Brandschutz leisteten. Um die Jahrhundertwende machte man die Erfahrung, dass mit der Gründung von freiwilligen Feuerwehren eine Verbesserung im Feuerlöschwesen erreicht werden konnte, und so kam es am 20.03.1909 zur Gründung der Feuerwehr Fissau-Sibbersdorf.
50 Mitglieder sind im Jahr der Gründung im Protokollbuch eingetragen. Die ersten passiven Mitglieder waren die Herren Tews und Harms.
Die erste Übung der Wehr wurde am 17.05.1909 um 15.00 Uhr mit der Handdruckspritze abgehalten. Diese wurde durch Spenden der Gründungsmitglieder beschafft.
Den ersten Löscheinsatz hatte die Wehr am 18.08.1909 auf dem Hof des Herrn von Levetzow zur Brandbekämpfung eines Scheunenbrandes. Um 12.30 Uhr wurde alarmiert und schon eine Stunde später fiel der erste Wasserstrahl ins Feuer.
Die erste Generalversammlung fand am 29.01.1910 im Gründungslokal Hopf in Fissau statt. Gedankt wurde dem Hauptgründer der Wehr Herrn W. Langfeld für die Spende von 1700 RM für die Anschaffung der Handdruckspritze und die Spende zum Bau des Spritzenhauses.
1913 hatte die Wehr zwei Brandeinsätze in Stendorf.
1914 hatte die Wehr einen Brandeinsatz auf dem Hof des Hauptmanns W. Schumacher. Beide Scheunen brannten vollständig ab.
1930 vernichtete ein Großfeuer mehrere Gebäude in der Dorfmitte, Wehren aus Eutin, Malente, Zarnekau, Sagau, und Schwartau waren im Einsatz.
1931-1936 war Bauer Otto Heitmann Hauptmann der Wehr.
1937 wurde Heinrich Langbehn Hauptmann.
1937 wurde die Selbständigkeit der Ortswehr stark eingeschränkt. Aus der selbständigen Ortswehr Fissau wurde ein Halblöschzug der Eutiner Feuerlöschpolizei. Zum Leiter der Einheit wurde der Brandmeister Topke bestimmt. Durch den Krieg wurden 19 Kameraden eingezogen, 4 sind nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. 1943 wurde die Zusammenstellung der Halblöschzüge innerhalb der Feuerwehrkompanie vorgenommen. Der Einsatzbereich reichte von Eutin bis nach Hamburg.
Ende des zweiten Weltkrieges kam ein Neubeginn für die Feuerwehren der Stadt Eutin. Einen gefährlichen Einsatz musste die Wehr 1946 bestehen. In der Krete brannte ein Schuppen, in dem aus den letzten Kriegstagen Munition gelagert war und durch das Feuer zur Explosion kamen und die Löschmannschaft in große Gefahr brachte.
Die in der Kriegszeit der damaligen Feuerlöschkompanie zugeteilte Tragkraftspritze war die erste Motorspritze in Fissau. 1953 bekamen die Kameraden die ersten Gummistiefel, um die Ausrüstung zu verbessern. Am 24.02.1960 wurde ein TSF der Firma Ford zum Transport der Tragkraftspritze übergeben, die auch neu geliefert wurde.
1964 wurde die Leistungsplakette in Bronze erreicht.
1966 wurden wir zur Unterstützung nach Lübeck gerufen, um mit anderen Wehren die vom Hochwasser bedrohte Innenstadt zu schützen. Der Einsatz dauerte vier Tage.
Am 27.10.1968 wurde die Zwischenprüfung für die Silberleistungsplakette durchgeführt und mit Erfolg bestanden.
1971 wurde die Ausrüstung durch ein Schaumrohr mit Zumischer und einen Kellersaugkorb erweitert. Zum damaligen Zeitpunkt eine große Anschaffung.
1972 erhielt das TSF ein Funkgerät. 1972 wurde auch erstmals über den Bau eines Gerätehauses nachgedacht und bei der Stadt Eutin angemeldet.
1974 wurde Walter Braasch zum Gemeindewehrführer gewählt.
1976 musste die Wehr oft ausrücken, um große Flächenbrände zu löschen, da es in dem Jahr sehr heiß war. 1976 wurde erstmals eine Wochenfahrt an den Rhein und an die Ahr unternommen.
1980 wurde ein gebrauchtes TLF 16 von der Ortswehr Eutin übernommen.
Am 13. Juni 1980 wurde mit dem Bau des Gerätehauses begonnen. Richtfest war am 26.09.1980. Nach schneller Fertigstellung des ersten Bauabschnittes zum Gerätehaus begann im Juli 1981 der zweite Teil, und am 28. August 1982 wurde das Gerätehaus in feierlichem Rahmen der Wehr übergeben. Anschließend wurde die neue Fahne geweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die neue Technik erforderte jetzt intensive Aus- und Weiterbildung am Fahrzeug. Aus Eigenmitteln der Wehr wurde ein VW-Bus angeschafft und in Eigenleistung zum Feuerwehrfahrzeug umgerüstet. Die Wehr wurde zu dieser Zeit mit Meldeempfängern ausgerüstet, um effektiver und schneller einsatzbereit zu sein.
In den folgenden Jahren verringerten sich die Brandeinsätze, es mehrten sich die Hilfeleistungen (Verkehrsunfälle, usw.) Die Schwerpunkte lagen jetzt auf der Anschaffung und Ausbildung des Greifzuges, der unmittelbar zuvor wegen häufiger Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen gebraucht wurde. Wegen mehrerer Großbrände erhielt die Wehr vier Atemschutzgeräte. Weil die Ersatzteilbeschaffung für den TLF 16 wegen seines Alters immer schwieriger wurde und die Reparaturkosten stiegen, wurde ein TLF 16 TS von der Berufsfeuerwehr München gekauft.
1998 konnte die Wehr ein aus Eigenmitteln und Spenden angeschafftes zweites Fahrzeug in den Dienst stellen. Erstmals konnte die Wehr in dem Jahr vier Feuerwehrkameradinnen in der Wehr begrüßen.
Im Jahr 1999 wurde das 90jährige Bestehen der Wehr gefeiert.
Anfang des Jahres 2000 begann für die Feuerwehren mit der Meldung, dass die Finanzen immer knapper würden und man in Erwägung ziehen müsse, eine gemeinsame Stadtwehr aufzustellen und die Wehren Neudorf und Fissau-Sibbersdorf aufzulösen. Glücklicherweise kam es nicht dazu.
2003 erhielt die Wehr ein neues Fahrzeug LF 16/12. Es war die erste Neuanschaffung für die Wehr Fissau-Sibbersdorf.
2004 waren zwei Brände in der Innenstadt erwähnenswert, der Brand bei Ralf' Bistro und die Michaeliskirche.
Im Jahr 2006 brannte das Voss-Haus trotz des Einsatzes von 20 Feuerwehren mit 160 Feuerwehrleuten bis auf die Grundmauern nieder.
Im März 2007 brannte der Dachstuhl des Jagdschlösschens in voller Ausdehnung. Durch den Einsatz aller Eutiner Wehren konnte verhindert werden, dass das Gebäude vollständig nieder brannte.
Auch 2008 gab es wieder einen Brand in der Innenstadt. In der Albert-Mahlstedt-Straße brannte ein Mehrfamilienhaus und es brannte die alte Schäferei in Eutin.
Die Wehr hatte bis heute insgesamt 12 Wehrführer. Dies waren:
Ernst Rentzow
Wilhelm Schumacher
Otto Heitmann
Heinrich Langbehn
Bernhard Topke
Walter Braasch
Ernst Brammer
Erich Buck
Willi Horstmann
Jörg-Werner Heitmann
Klaus Bähnke
Hans-Jürgen Lützel